jBridge VST-Adapter Version 1.75

jBridge ist eine Adapter-Software für VST-Plugins für Windows XP/Vista/7/8. Mit dieser Software lassen sich VST-Plugins in verschiedenen Hosts betreiben. Dies funktioniert in jede erdenkliche Richtung:

1. 64Bit Host und 32Bit Plugin
2. 32Bit Host und 32Bit Plugin
3. 32Bit Host und 64Bit Plugin

64Bit Host und 32Bit Plugin
Der Hersteller des Plugins hat nur ein 32Bit Plugin im Angebot das leider nicht mit dem 64Bit Host kompatible und wird daher durch die jBridge-Software kompatible gemacht. Unter Cubase 5.5.1 (64Bit) kann die jBridge-Software sogar die Performance erhöhen.
Um diese Fall auszunutzen ist ein 64Bit Betriebsystem notwendig.

32Bit Host und 32Bit Plugin

In diesem Fall dient der Adapter dazu, dem VST-Plugin volle 2GB Ram zur Verfügung zu stellen. Ohne den Adapter müsste sich Host und VST-Plugin 2GB Ram gemeinsam teilen.

32Bit Host und 64Bit Plugin

Der dritte Fall kommt erstens dann zum tragen, wenn es keine 32Bit Version von einem 64Bit VST-Plugin gibt, oder zweitens man mehr Ram für das VST-Plugin benötigt, als die 32Bit Version des VST-Plugins zu bieten hat. Wie im ersten Fall muss das Betriebsystem 64Bit sein. Für Cubase empfehle ich derzeitig diese Version, denn: Alle 32Bit Plugins funktionieren nativ in Cubase und die speicherhungrigen Plugins habe ich als 64Bit Version per jBridge eingebunden.

Die Software kostet zur Zeit 15 Euro und ist auf der folgenden Webseite zu beziehen:
http://jstuff.wordpress.com/jbridge/

Man erhält nach dem Bezahlvorgang eine personalisierte Version per eMail zugesandt.

Eine ausführliche Installationsanleitung findet ihr hier:
http://abtlog.wordpress.com/2009/11/05/deutsche-anleitung-fur-jbridge-unter-cubase-x64/

Update 09.01.2018:

jBridge 1.75 beta ( changes from v1.74):

– Fix for bug in auxhost unitialization routines.
– Potential fix for sound clicks with some plugins when selecting presets in Cantabile 3.
– Disabled the “run as admin” warning for better compatibility with Cubase 9.
– Other minor fixes.

Update 22.04.2016:

jBridge 1.74 ( changes from v1.73x):

– Compatibility tweaks for Windows 8/10
– Fixed “wait for auxhost initialization” error in Cubase 8 and Windows 8/10 when the “run in existing auxhost” option is enabled for some plugins.
– Other minor fixes.

Update 22.04.2015:

jBridge 1.65c ( changes from v1.5):

– Improved module management.
– Fixed issue where, in some ocasions, a “buffer already exists” message could be displayed.
– Added workaround to prevent a crash with some plugins in FL Studio.
– Fixed an issue where, in some systems, the “edit settings” button would do nothing.
– Fixed GUI glitches with some plugins/hosts.
– Fixed garbled sound problem with WaveLab and some plugins.
– Fixed crash with Metro in undo/redo operations.
– Loading data should be a bit faster now.
– Improved compatibility with Kore2
– Added measures to prevent bridging files from being bridged ( which could cause a big mess ).
– Added compatibility measures for Adobe Audition.
– fixed a problem where some plugins would be muted after resume.
– fixed crash that could happen with Podium and some plugins.
– Fixed crash that could happen in Ableton Live when rendering to offline.
– Settings files for bridged plugins will now be saved in (..)MyDocuments/jBridge folder ( or equivalent to MyDocuments, according to your language ), for better organization.
– several other minor fixes.

jBridger tool v1.24:
– Fixed problem where some dll’s would be ignored.
– Fixed crash with Windows 8.1 in some systems.

Update 05.05.2012:

JBridge ist in der Version 1.5 erschienen. Folgende Fehler wurden behoben:

jBridge 1.5:

  • fixed crash during startup in SAWStudio.
  • fixed crash that could happen with Halion.
  • Reduced memory usage ( Specially relevant if you’re using a 32bit VST host )
  • Unlimited number of inputs/outputs and all buffer sizes are now supported.
  • Optimized resource usage.
  • auxhosts should now quit after the main host on a forced shutdown ( thanks for the hint and the help, Jeremy! )
  • added workaround for plugin scanning problem with Kore2.
  • Other minor bugfixes.

jBridger 1.21:

  • added option to reset origin and destination folders for bridging files.

Edirol PCR-800 Treiber unter Windows 10 lauffähig machen

Nach jedem Betriebsystem-Upgrade die gleiche Qual. Gibt es Treiber für meine Hardware? – Und eigentlich müsst Ihr Euch vor dem Upgrade schlau machen. Aber manchmal denkt man nicht daran und steht nach der ganzen Prozedur relativ ratlos da, wenn das Keyboard dann nicht funktioniert, weil der Treiber doch nur für das Vorgänger-Betriebsystem ausgelegt war. Pech gehabt?

Nicht unbedingt. Es gibt eine Menge Windows 8 und 8.1 Treiber die unter Windows 10 funktionieren sollten, bei denen die Hersteller lieber einfach den Support eingestellt haben.

So auch für das Edirol PCR-800 von Roland. Jedoch habe ich Euch hier eine Anleitung geschrieben, mit der Ihr das Keyboard mit den Windows 8.1-Treibern für Windows 10 lauffähig macht. Ein klein wenig manueller Aufwand ist dazu notwendig:

Beginnen wir damit den Windows 8.1 Treiber von der Roland herunterzuladen:
http://www.roland.com/support/by_product/pcr-800/updates_drivers/6547

Anschließend entpackt Ihr das Verzeichnis und sucht die folgende Datei:
RDIF1027.INF

Diese öffnet Ihr im Editor oder Notepad und sucht die folgende Zeile:
DriverVer=09/30/2013,1.00.01.0000

Ändert diese um in:
DriverVer=09/30/2015,1.00.01.0000

Anschließend sucht den Bereich:
[Roland.NTamd64.6.2]
;; Windows8
%RDID0027DeviceDesc%=RDID0027Install, USBVID_0582&PID_0033 ; PCR

[Roland.NTamd64.7]
;; not supported

Kopiert die Zeile aus Windows 8 und fügt diese in den Abschnitt darunter ein:
[Roland.NTamd64.6.2]
;; Windows8
%RDID0027DeviceDesc%=RDID0027Install, USBVID_0582&PID_0033 ; PCR

[Roland.NTamd64.7]
%RDID0027DeviceDesc%=RDID0027Install, USBVID_0582&PID_0033 ; PCR

Speichert die Datei wieder unter dem gleichen Namen ab und schließt den Editor. Damit habt ihr den Treiber für Windows 10 angepasst. Da dieser jedoch nicht von Roland signiert ist, müsst Ihr Windows 10 noch beibringen unsignierte Treiber zuzulassen.

Dazu habt Ihr nun zwei Möglichkeiten:

Möglichkeit 1

Ihr startet die Command-Shell als Administrator. Dazu öffnet Ihr das Windows-Start-Menu, tippt dort cmd ein, klickt dann mit rechter Maustaste auf das Icon und klickt auf Als Administrator ausführen.
In der Command-Shell tippt ihr nacheinander folgende zwei Befehle ein:

BCDEDIT -Set LoadOptions DISABLE_INTEGRITY_CHECKS (Enter Taste drücken)
BCDEDIT -Set TESTSIGNING ON (Enter Taste drücken)

Anschließend startet ihr den PC neu und könnt nun den veränderten PCR-800 Treiber installieren.
Nach erfolgter Installation schaltet ihr Windows über die Command-Shell wieder auf „Nur signierte Treiber zulassen“:

BCDEDIT -Set LoadOptions ENABLE_INTEGRITY_CHECKS (Enter Taste drücken)
BCDEDIT -Set TESTSIGNING OFF (Enter Taste drücken)

Wenn Ihr euch nicht mit der Command-Shell auskennt, verwendet die Möglichkeit 2:

Möglichkeit 2

Dazu geht Ihr in den Windows Einstellungen in den Bereich Update und Sicherheit und klickt dort im Menu an der linken Seite auf Wiederherstellen. Im Bereich „Erweiterter Start“ klickt Ihr auf Jetzt neu starten. Keine Angst – Euer System wird nicht wiederhergestellt.

Das System schließt nun alle Anwendungen und ihr bekommt folgenden Bildschirm dargestellt:
PHOTO_20151107_101011Hier wählt ihr Problembehandlung aus.

PHOTO_20151107_101027Anschließend Erweiterte Optionen.

PHOTO_20151107_101046

Dann Starteinstellungen

PHOTO_20151107_101109

Hier brauch ihr nur noch auf Neu starten klicken und der PC startet neu.

PHOTO_20151107_101129

Zum Schluss klickt ihr noch die Taste 7 oder F7 – Erzwingen der Treibersignatur deaktivieren – damit Windows das Installieren von Treibern ohne Signatur zulässt.

Wenn Windows schließlich hochgefahren ist, könnt Ihr den veränderten Treiber per Setup.exe installieren und das Keyboard anschließen. Nach einem Windows Neustart lässt Windows nur noch die Installation von Treibern mit Signatur zu. Aber keine Angst, Euer PCR-800 bleibt unter Windows lauffähig.

Arbeiten immer auf Zimmerlautstärke

Eigentlich ist mit der Überschrift schon alles gesagt…

 

…aber ich gebe euch mal ein paar Gründe weshalb es am Besten ist auf Zimmerlautstärke zu arbeiten.

  1. Eure Ohren werden es euch danken. Ihr werdet nicht so schnell müde und könnt längere Zeit an eurem Arrangement oder eurer Mischung arbeiten.
  2. Laut klingt alles gut. So schön euer Track auf maximaler Lautstärke auch klingt. Ob ein Track wirklich gut ist, erkennt ihr erst auf Zimmerlautstärke. Grooved der Track auch, wenn er leise aus den Boxen kommt, und klingt er auch leise interessant und spannend? Dann seid ihr auf dem richtigen Weg. Dann wird der Track laut noch besser klingen. Aber… beginnt leise!
  3. Auf leiser Lautstärke lassen sich Instrumente besser mischen und aufeinander abstimmen. Im Bassbereich stellt man dadurch meistens fest, dass dieser erst durch eine zusätzliche Sättigung hörbar wird. Die Höhen dagegen lassen sich besser mit mehr Lautstärke abstimmen.
  4. Eure Nachbarn werden es euch danken. (Na gut. Das ist kein echter Grund)

[Update]: Edirol PCR-1 unter Windows 8 und 8.1 lauffähig machen

Eine Anleitung mit der Ihr das kleine Edirol PCR-1 unter Windows 8 und 8.1 zum Laufen bringen könnt.

Ich fand es sehr schade, dass Roland für das Edirol PCR-1 keine Treiber für Windows 8 zur Verfügung stellt.

Daher musste ich mir selbst helfen, da mir dieses kleine, schöne Keyboard sehr ans Herz gewachsen ist.
Ein wenig Recherche im Internet brachte die Erkenntnis, dass die Chance bestehe einem Windows 8 die Windows-7-Treiber der PCR-1 unterzujubeln. Und siehe da, nach ein wenig ausprobieren kann ich euch heute eine Anleitung vorstellen, mit der ihr der PCR-1 noch ein paar schöne Jahre unter Windows 8 bescheren könnt.

Dazu sind zwei Schritte notwendig:

  1. Windows 8 unsignierte Treiber erlauben
  2. Windows-7-Treiber editieren und anpassen

 

Windows 8 unsignierte Treiber erlauben

Zuerst müsst ihr unter Windows 8 das Installieren von unsignierten Treibern erlauben:

Dazu drückt ihr die Tastenkombination STRGI um in die Charm-Bar zu kommen und klickt anschließend unten auf „PC-Einstellungen ändern“.

Einstellungen, PC-Einstellungen ändern

Windows 8:
Dort klickt ihr auf „Allgemein“ und scrollt auf der Seite nach unten zu „Erweiterter Start“ und drückt auf den Button „Jetzt neu starten“.

Windows 8.1:
Dort klickt ihr auf „Update/Wiederherstellung“ und anschließend auf „Wiederherstellen“ und drückt auf den „Button „Jetzt neu starten“.

PC-Einstellungen, Markierung auf "Jetzt neu starten"

Der PC startet nun neu und bietet euch anschließend ein Menü an, bei der ihr auf „Problembehandlung“ klickt,

Optionen auswählen, Problembehandlung

anschließend auf „Erweiterte Optionen“,

Problembehandlung, Markierung auf "Erweiterte Optionen"

dann weiter zu „Starteinstellungen“

Erweiterte Optionen, Starteinstellungen

und klickt anschließend auf „Neu starten“.

Starteinstellungen, Markierung auf "Neu starten"

Der PC startet nochmals neu und bietet euch anschließend ein paar Optionen an. Ihr drückt die Taste 7, um nicht signierte Treiber zu erlauben.

Starteinstellungen, Taste 7

Der PC fährt nun hoch und wir können mit dem zweiten Schritt weitermachen.

 Windows-7-Treiber editieren und installieren

Im zweiten Schritt müsst ihr den Windows-7-Treiber für das PCR-1 von der Roland-Website herunterladen. Danach entpackt ihr die ZIP-Datei und wechselt in den Unterordner „Files“. Dort findet ihr eine Datei mit der Extension „INF“ (bei mir ist es die RDIF1042.INF). Diese bearbeitet ihr mit einem Editor.

Im Bereich [Version] ändert ihr die Zeile

DriverVer=09/18/2009,1.00.00.0000

nach:

DriverVer=11/11/2013,1.00.00.0000

damit der Treiber neuer ist als das Windows-8-Veröffentlichungsdatum.

Jetzt sucht ihr die Zeile [Roland.NTamd64.6.1] und kopiert die zwei Code Zeilen und fügt diese unterhalb der [Roland.NTamd64.6.2] ein. Für Windows 8.1 fügt ihr anschließend noch den Abschnitt [Roland,NTamd64.6.3] hinzu:

[Roland.NTamd64.6.1]
;; Windows7
%RDID0042DeviceDesc%=RDID0042Install, USBVID_0582&PID_0064 ; PCR-1
%RDID0043DeviceDesc%=RDID0043Install, USBVID_0582&PID_0065 ; PCR-1

[Roland.NTamd64.6.2]
;; not supported

so, dass diese danach so aussieht:

[Roland.NTamd64.6.1]
;; Windows7
%RDID0042DeviceDesc%=RDID0042Install, USBVID_0582&PID_0064 ; PCR-1
%RDID0043DeviceDesc%=RDID0043Install, USBVID_0582&PID_0065 ; PCR-1

[Roland.NTamd64.6.2]
%RDID0042DeviceDesc%=RDID0042Install, USBVID_0582&PID_0064 ; PCR-1
%RDID0043DeviceDesc%=RDID0043Install, USBVID_0582&PID_0065 ; PCR-1

[Roland.NTamd64.6.3]
%RDID0042DeviceDesc%=RDID0042Install, USBVID_0582&PID_0064 ; PCR-1
%RDID0043DeviceDesc%=RDID0043Install, USBVID_0582&PID_0065 ; PCR-1


Jetzt speichert ihr diese Datei unter dem gleichen Namen ab und schließt den Editor. Zum Schluss klickt ihr mit der rechten Maustaste auf die soeben editierte Datei und wählt aus dem Mausmenü „Installieren“ aus. Zum Schluss könnt ihr das PCR-1 an den PC anschließen und danach den PC einmal neu starten.

Ab jetzt könnt ihr eurer Edirol PCR-1 unter Windows 8 nutzen. Viel Spaß beim kreativen Schaffen!

Mastering-Tipp: Effekte Vorher-Nachher-Test

Viele Produzenten empfehlen beim Einstellen der Effektparameter (z.B. beim Compressor) einen Vorher-Nachher-Test. Am Besten sollte die gefühlte Lautstärke des Vorher-Signals mit dem Nachher-Signal identisch sein, damit man sich voll und ganz auf die Änderung des Effektes konzentrieren kann.

Wenn man sich nicht sicher ist, ob man die gefühlte Lautstärke identisch einstellt, dann sollte man der Einfachheit halber das Nachher-Signal einfach leiser machen.

Wenn der Effekt im Nachher-Signal, obwohl  dieser leiser ist, immer noch besser klingt, als das unbehandelte lautere Vorher-Signal, hat man alles richtig gemacht. :-)

Mastering Tipp: Referenz-Track verwenden

Um einen Track sauber zu mischen und zu mastern hilft es auf einen Referenz-Track zurück zugreifen. Dieser Track sollte natürlich nicht durch die Mastering-Plugins im Master-Ausgang geroutet werden.

In Cubase funktioniert das so, dass Ihr unter Geräte->VST-Verbindungen->Ausgänge einen weiteren Stereo-Out anlegt und diesen z.B. „Referenz“ nennt. Dieser sollte die gleichen Soundkarten-Outs bekommen wie der Master, damit Ihr die Tracks auf den selben Monitoren abhören könnt.

Mac oder Windows-PC

Häufig lese ich in Foren Threads von Anfängern, die fragen, ob sie eher einen Mac oder einen Windows-PC zum Musik-Komponieren kaufen sollten.

Um es ganz klar zu sagen: Es kommt drauf an! ;-)

Folgende Fragen sollten Sie beantworten:

  1. Mit welchem Betriebsystem komme ich besser zurecht? OSX oder Windows?
  2. Welchen Sequenzer werde ich verwenden? z.B. gibt es Logic nur für Mac.
  3. Gibt es die VST-Instrumente und Effekt-Plugins für mein favorisiertes System?
  4. Welche Soundkarte verwende ich und werden die Treiber für mein System regelmäßig aktualisiert?

Aufgrund dieser Fragen können Sie schon Tendenzen erkennen, ob Ihnen eher der Mac liegt oder Sie mit einem Windows-PC weniger Schwierigkeiten haben.

Denn im Endeffekt möchten Sie sich nicht mit dem Betriebsystem auseinandersetzen, sondern Musik komponieren!

 

PS: Möglicherweise möchten jetzt viele noch einen fünften Punkt hinzufügen: „5. Wieviel Geld möchte man für deinen Rechner einsetzen, denn ein Mac ist immer teurer als ein PC.“. Diese Aussage möchte ich mittlerweile nicht mehr so unterschreiben. Ein Mac ist nur deshalb teurer weil dort hochwertige, aufeinander abgestimmte Hardware eingesetzt wird. Stellt man sich einen PC aus gleichwertigen Komponenten zusammen, kommt man auf einen ähnlichen Betrag.

Wenn Sie also zum PC tendieren, sparen Sie nicht an hochwertigen Komponenten (RAM, Mainboard und Netzteil gehören auch dazu!!!), denn nur so bekommen Sie ein System, dass Absturzsicher ist; und es gibt doch nicht schlimmeres als ein System, dass kurz vor dem Speichern abstürzt und eine schöne Idee ins Nirwana schickt.

Latenzen und zeitliche Verzögerungen entfernen

Wird beim Einsingen oder Einspielen von Instrumenten eine zeitliche Verzögerung festgestellt,  liegt dies meistens daran, dass der Rechner entweder in den Treibern einen zu hohen Puffer (engl. Buffer) eingestellt hat, oder der Sequenzer aufgrund verwendeter Plugins einen Latenzausgleich vornimmt. Meistens merken dies Pianisten daran, dass der Ton nicht direkt aus den Lautsprechern kommt wenn sie eine Taste auf dem Keyboard drücken oder Sängerinnen sich selbst nur verzögert hören oder es so klingt, als ob sie im Chorus singen würden.

Schritt 1: Latenz im Treiber ändern

Wird eine ASIO-fähige Soundkarte verwendest, so läßt sich in den Einstellungen des Treibers die Puffergröße verkleinern. Hier im Screenshot der RME Fireface-800-Treiber  findet

man oben rechts die Einstellungen zu „Buffer Size (Latency)“. Eine spürbare Latenz tritt meistens bei Werten größer als 256 Samples auf. Daher sollten Sie versuchen den Wert etwas zu verringern. 48 Samples ist bereits ein sehr niedriger Wert. Hier könnten Audio-Aussetzer auftreten, da der Rechner dadurch stärker ausgelastet wird.

Merke: Je niedriger der Puffer-Wert ist, deso höher ist die CPU-Auslastung und ungekehrt.

fireface_settingsSchritt 2: Abschalten von VST-Plugins

Wenn es nicht möglich ist die Latenz durch Puffergrößen-Änderung zu verringern, ist es hilfreich die VST-Plugins im Sequenzer abzuschalten. Viele Sequenzer verwenden einen Latenz-Ausgleich für ihre VST-Plugins. Hier ein kleines Beispiel dazu: ein Gain-Plugin benötigt weniger Berechnungsschritte als ein Chorus. Damit nun alle Mixer-Spuren weiterhin synchron laufen, ermittelt der Sequenzer welches Plugin die längste Berechnungszeit hat und fügt den anderen Plugins eine kleine Verzögerung zu. Dadurch werden die Spuren wieder synchronisiert.

Schritt 3: Mixdown

Ändert sich durch das Abschalten der Plugins nur wenig oder verändert sich dadurch das Lied so sehr, dass es nicht mehr angenehm klingt, ist der nächste Schritt einen Mixdown (Bouncing) des gesamten Liedes zu machen. Anschließend öffnet man ein neues Arrangement, importiert den Mixdown und beginnt mit der Aufnahme-Session. Im Anschluss importiert man die Aufnahme in das ursprüngliche Arrangement.

 

GEMA und Urheberrecht: Mein Kommentar zu den Leserbriefen der C’t 13/2012

Heute habe ich die neue C’t gelesen und mich über die Leserbriefe von Herrn T. und Herrn F. aufgeregt und eine eigene Stellungnahme dazu an die C’t geschrieben. Diesen Brief möchte ich nun hier posten, und wer auch etwas dazu schreiben möchte, darf sich gerne in meinem Forum anmelden und diesen Artikel kommentieren:

Liebe C’t-Redaktion,

ich möchte gerne zu den Leserbriefen von Herrn T. und Herrn F. bzgl. Musikindustrie und GEMA Stellung nehmen und hoffe, einiges aufklären zu können:

Zum Leserbrief von Herrn T.:

Ich bin vor kurzen selbst Gründer eines Net-Labels geworden und habe somit nun auch etwas mehr Überblick über die Ausgaben, die man als Plattenfirma hat und ich muss Ihnen sagen, dass Ihre Rechnung zu den Gewinnen der Plattenfirmen eine etwas zu einfache Denkweise haben. Natürlich klingt es jetzt erstmal viel, wenn die Plattenfirma pro CD 9,66 Euro verdient, aber rechnen Sie mal Audiomastering, CD-Pressung, Cover-Erstellung (Fotograf, Designer, Texter) und ganz besonders Promotion mit ein. Wieviel bleibt da noch übrig? Wenn sich das Album nicht verkauft, ist das ein Minusgeschäft. Ich habe mal in einer Ausgabe einer Musikerzeitschrift gelesen, dass in einer Plattenfirma bei 10 Alben von verschiedenen Künstlern gerade mal eines sich gut verkauft. Dieses Album trägt die Kosten der Alben der anderen Künstler mit und wirft noch einen kleinen Gewinn ab. Sehen Sie eine Plattenfirma wie eine umgekehrte Versicherung kombiniert mit Lotto-Spielen. Die Versicherung nimmt von den Versicherten Geld ein, um die Kosten bei einem Vorfall bezahlen zu können. Eine Plattenfirma nimmt das Geld von den Käufern der sich gut verkaufenden Alben ein, um eine Vielfalt an Alben produzieren lassen zu können für den Fall, dass einige Alben sich nicht gut verkaufen. Man kann nur leider nicht jedesmal vorhersehen, welche Alben sich gut verkaufen und welche nicht und daher ist es manchmal auch ein Glücksspiel den Geschmack des Kunden zu treffen.

Bitte lassen Sie sich nicht von der Tortengrafik, welche derzeitig im Internet und Facebook kursiert, beeinflussen. Diese Daten sind nicht mit Quellen gestützt und spiegeln wenn nur eine vereinfachte und provokative Sichtweise wieder. Die Wahrheit ist viel komplexer.

Zum Leserbrief von Herrn F.:

Was halten Sie davon, wenn Ihr Vater eine Bäckerei eröffnet hätte und nach seinem Tod die Bäckerei direkt an den Staat gehen würde oder Gemeinfrei wird statt, dass er diese an Sie vererben darf? Unfair? Ein Musiker darf nach Ihrer Aussage sein Schaffen nicht an seine Frau oder Kinder vererben? Das halte ich ebenfalls für unfair! Ich finde es richtig, dass das Urheberrecht es vorsieht, dass ich meine Lieder an meine Familie vererben kann, auch wenn es nur für 70 Jahre nach meinen Ableben gilt. Dagegen dürfen Familienunternehmen unbegrenzt lange vererbt werden. Ein Fulltime-Musiker ist nun mal selbstständig wie ein Unternehmer, nur dass ein Musiker sich nichts materielles aufbauen kann, wie eine Fabrik, welche nach dem Ableben der Gründers weiter funktioniert und die Familie ernähren kann. Sein wertvollster Besitz ist nun mal etwas immaterielles und daher brauchen wir dieses Urheberrecht, welches den Musiker und seine Familie schützt.

(PS: ich habe die Namen gekürzt, für den Fall, dass die Autoren der Briefe auf die ich mich beziehe, nicht genannt werden möchten.)

Mastering für CD oder MP3-Kaufportale: mit Stille beginnen und enden

Ein kleiner Tipp beim Mastern der Tracks: Stille vorne und hinten im Lied einfügen.

Einige CD- und MP3-Player haben die Angewohnheit die ersten 0,2-0,4 Sekunden zu verschlucken und beim Ende bereits in nächsten Lied überzublenden. Daher ist es ratsam 0,5 Sekunden Stille vor Beginn des Liedes und 0,5 – 1 Sekunde Stille am Ende einzufügen. Sonst klingt es für den Hörer so, als ob die MP3 unvollständig ist. Die Stille erzeugt beim Hörer die Gewissheit, dass er das Lied wirklich vollständig gehört hat.